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HistorieBearbeiten

Seit der Einführung von MS-DOS 7.0 (Bestandteil von Win95) gibt's ein DOS, das nicht nur die alten 8.3er-Dateinamen, sondern auch lange Dateinamen beherrscht. Andere DOS-Varianten (FreeDos, PTSDos,...) zogen schnell nach. Und so gibt's heutzutage kaum noch ein aktuelles DOS, bei man nicht mindestens über zusätzliche Treiber die langen Dateinamen sehen und nutzen kann...

...und Geos?Bearbeiten

Auch für Geos gibt's mittlerweile einen Treiber, mit dem viele (aber bei Weitem nicht alle!) Geos-Programme auch von DOS-Dateien und -Verzeichnissen die langen Namen anzeigen und verarbeiten können. Leider habe ich diesen Treiber schon unter verschiedenen Namen angetroffen. Deshalb kann der Nutzer nicht "blind" aus dem GeosWiki abschreiben, sondern muß erstmal in SYSTEM\FS nachschauen, ob der Treiber, der anstelle von ms4.geo eingetragen werden muß, nun lfn.geo, mslf.geo, mslfn.geo oder ms_longn.000 heißt. Grund für dieses Chaos ist u.a., daß der Treiber nur bei NDO2000 und bei BBE mitgeliefert wird und als "Nachrüstpack" auf "jeder" Geos-Webseite anders zu heißen scheint. (Beim GlobalPC wird der übrigens nicht nur mitgeliefert, sondern ist auch schon standardmäßig aktiviert!)

...und Windows NT/2000/XP?Bearbeiten

Leider ist sich M$ wieder einmal treu geblieben - und so ist der Zugriff für DOS-Programme unter NT/2000/XP ein anderer als unter Win9x/ME. Damit funktioniert der Geos-Treiber unter NT/2000/XP nicht mehr.

Vorteile des TreibersBearbeiten

Über die Vorteile langer Dateinamen braucht man die Geos-Nutzer nicht groß aufzuklären. Schließlich läßt ja auch schon Geos für seine eigenen Dateien und Verzeichnisse lange Dateinamen zu. Es ist dann schön, wenn diese Fähigkeit auch für die Nicht-Geos-Sachen zur Verfügung steht. Zudem führt eine parallele Nutzung von neueren Windows-Versionen dazu, daß plötzlich "alles" lange Namen hat und ohne den Treiber unter Geos nur als xxxxxx~1.xxx angezeigt wird. Besonders deutlich wird dieser Vorteil bei heruntergeladenen HTML-Dateien: Ohne den Geos-Treiber funktionieren die meisten Links unter Geos nicht, da die Linkziele laut der HTML-Datei deutlich anders heißen als die Dateinamen. So wird ohne den Treiber z.B. aus "Anleitung Seite2.html" ein "Anleit~1.htm". Mit dem Treiber ist das dann aber kein Problem mehr, da auch WebMagick/Skipper nun die langen Dateinamen "sehen".

Nachteile des TreibersBearbeiten

Es gibt zwei große Nachteile des Treibers (vom Speicherverbrauch einmal abgesehen):

  • Der Treiber liefert "einfach so" 255 anstelle von 12 Zeichen für den Dos-Datei-/Verzeichnisnamen zurück. Das kann dazu führen, daß es in einigen Programmen einen Speicherüberlauf mit anschließendem Systemabsturz geben kann. Ab NDO2000/BBE/GlobalPC kann man zwar davon ausgehen, daß das bei den mitgelieferten Programmen nicht der Fall ist, WebPhotos, GeoZip, Gonzo,... mußten jedoch extra dafür geändert werden. Was mit anderer, älterer Software (z.B. IZL, WavPlayer,...) ist, ist unklar.
  • Geos legt mit diesem Treiber praktisch keine @dirname.000-Dateien mehr an. Das spart zwar Platz auf der Festplatte, sorgt aber dafür, daß ohne diesen Treiber alle Dateien und Verzeichnisse nur noch xxxxxx~1.xxx oder so heißen. Das ist nicht nur "unschön", sondern kann auch zu Problemen führen, wenn die langen Namen in der Geos.ini gespeichert wurden (z.B. als Wert für die zuletzt geöffnete Datei) und jetzt nicht mehr gefunden werden können.

Ein weiterer Nachteil liegt im VFAT, dem System für die Speicherung der langen Dateinamen, selbst: Pro Datei/Verzeichnis werden nun zwei Namen abgespeichert: einmal "kurz" und einmal "lang". Der lange Name wird dabei über mehrere Verzeichniseinträge verteilt. Das verbraucht nicht nur deutlich mehr Plattenplatz, sondern kollidiert auch mit anderen Beschränkungen des Dateisystems, z.B. bei VFAT16 mit den max. 65.536 Einträgen auf der Platte, davon max. 512 im Wurzelverzeichnis.

Mögliche Konflikte durch DOSLFN oder (V)FAT32Bearbeiten

Ich habe gestern Geos unter FreeDOS 1.0 auf 'ner (V)FAT-32-Partition bei geladenem DOSLFN-Treiber nur zum Laufen zu bekommen, indem ich den "os2.geo"-Treiber anstelle des "ms4.geo"-Treibers genommen habe. Ich weiß aber nicht, woran das lag: Am (V)FAT32? Am FreeDos? Oder am DOSLFN-Treiber?
(Den Geos-LFN-Treiber habe ich noch nicht in dieser Konstellation ausprobiert.)